Die letzten Vorbereitungen:

Freie Presse vom 16.06.2001

 

Fotos und Bericht aus der Freien Presse vom 19.06.2001

Jahnsdorf: Erstmalige Fahnenweihe nach 100 Jahren
Freiwillige Feuerwehr Leukersdorf begeht Jubiläum mit großem Festumzug - Große Technikschau und Übungen auf dem Sportplatz

Die Freiwillige Feuerwehr im Jahns- dorfer Ortsteil Leukersdorf hat in diesem Jahr allen Grund zum Feiern: 100 Jahre wird sie alt, und sie feiert das gebührend. Beginnend am Freitag mit einem Festempfang, dem sich eine feierliche Fahnenweihe anschloss. Natürlich galt es beim Empfang erst einmal Rückschau zu halten, vor allem in die Anfangszeit und davor, als Löschversuche bei Bränden noch ungeordnet per Eimer- kette, Sand und Schaufel üblich waren. Über die erste Handdruck- spritze, über erste Ausbildungs- versuche an der spärlichen Technik.

Erinnerung im Bericht an die Feuerlösch-Ordnung von 1896, die daraus resultierende Feuerwehr- pflicht. Ehe dann 1901 in Leukersdorf die erste Freiwillige Feuerwehr entstand. Max Lange stand damals 26 Kameraden vor, eine vierrädrige Wagenspritze und ein 200 Meter langer Schlauch stellten die Technik dar. Und dann ging es mühsam Schritt für Schritt weiter: Die Steigerwand (1920), zweirädriger Leiterwagen, ein neues Spritzenhaus (steht noch jetzt gegenüber der Post). 1922 wurde die Handdruckspritze angeschafft mit sechs Sitzplätzen. Heiterkeit kam darüber auf , dass der 7., 8. und 9. Kamerad per Fahrrad hinterher mussten, weil sie keinen Platz fanden. Danach folgten die erste mechanische Leiter, eine Motor- spritze, ein Mannschaftswagen (1934).

Und Wehrleiter Dietmar Matthes
verwies auf die Weiterentwicklung bis zur heutigen Piepser-Alarmie- rung, einer geschaffenen Lösch- wasser-Zisterne und auf die vielen Eigenleistungen durch die Kame- raden. Im Bericht tauchen auch einige große Brände auf: das LPG- Gut in Pfaffenhain, die Ursprunger Kirche, erst unlängst der Großbrand am Sportlerheim.

Die sehr gute Nachwuchsarbeit im Ort wurde gewürdigt, als auch die Einsätze an der A 72, bei Hochwasser, bei Abriss-Arbeiten. Und nach der Nennung des pulsierenden Vereinslebens kommt auch der Dank an Gemeinde und die vielen Helfer und Freunde. Freilich, auch an die Frauen der Kameraden, ob ihres Verständnisses für den selbstlosen Einsatz der Männer.

Zum Jubiläum gab es erstmalig eine Fahnenweihe, im Beisein vieler Kameraden anderer Wehren aus dem Landkreis und der Partnergemeinde. Sogar drei hübsche Fahnen-Jungfern machten die ganze Zeremonie noch ansehnlicher. Traditionelle Sprüche zur Weihe, traditionelle Bänder für die anwesenden Fahnen. Der Posaunenchor der Kirche umrahmte das Ganze, und Pfarrer Morgenstern nahm die Weihe vor. Ein schwarzes Band galt den verstorbenen Kameraden. Und nach des Pfarrers Worten „Die Fahne möge ein Symbol werden“ donnerten die Salven des Schützenvereins von draußen herein, unterbrochen von Böllerkrachern. Höhepunkt des Sonnabends war wohl der Festumzug, an dem alle Feuerwehren aus dem Landkreis beteiligt waren. Historische Modelle aus den 20-er Jahren, Handdruckspritzen, uralte Löschkarren, gepaart mit den neuesten Fahrzeugen, wurden gezeigt. Vier Feuerwehrkapellen erleichterten das Marschieren und auch der Feuerwehrnachwuchs war dabei. Ein imposantes Bild, als zuletzt die im Umzug mitgeführte Technik auf dem Sportplatz auffuhr, Schau-Übungen und die Handhabung der Technik geboten wurde.

 

 

Wochenspiegel für das Erzgebirge vom 27.06.2001

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